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Das Konzept der Suchtprävention an der Steinmühle

 

Seit vielen Jahren gibt es an der Steinmühle ein Konzept zur Suchtprävention, das in der Abstimmung zwischen Lehrern, Eltern und Schüler regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt wird.

 

Derzeit sind Frau Rabben-Doorlag und Frau Hohm in diesem Bereich in besonderer Weise engagiert.

Sie stellen hier das aktuelle Konzept der Suchtprävention an unserer Schule vor:

 

Das Ziel aller primärpräventiver Maßnahmen ist die Stärkung der Faktoren, die einen späteren Suchtmittelmissbrauch verhindern. Prävention muss frühzeitig einsetzen, langfristig angelegt sein und kontinuierlich durchgeführt werden.

 

Das Landschulheim Steinmühle setzt auf verschiedensten Ebenen konkrete präventive Maßnahmen um:

 

Klassen 5 und 6

 

Im Biologieunterricht der 5. Klassen werden unter der Rubrik „Gesundes Leben- gesunde Ernährung“ die sogenannten legalen Drogen Alkohol und Nikotin problematisiert. In diesem Sinne wurden sowohl eine „Alkoholrauschbrille“ und ein „Nikotinversuchsset“ für die spannende Demonstration im Unterricht bestellt.

 

Mediationsübungen der Klassen 5 und 6 unter Anleitung professionell ausgebildeter Mediatoren werden mit den Zielen der Ich-Stärkung und Steigerung der Frustrationstoleranz durchgeführt.

 

Klassen 7

 

Teilnahme der 7. Klassen am Projekt „Be smart don`t start“ mit dem Ziel eines deutlichen Rückgangs des Rauchens im frühen Jugendalter. Hintergrund für dieses Vorhaben bilden neue suchtpräventive Erkenntnisse, die besagen, dass über den generellen Verzicht hinaus, ebenfalls erfreulich, ein späterer Einstieg in die „Raucherkarriere“ einen leichteren Ausstieg ermöglichen.

 

In der Klasse 7 findet zusätzlich ein Nichtraucher-Projekt statt, das 6-stündig auf sozialer und biologischer Ebene informiert. Vertreter des Vereins der Kehlkopflosen aus Marburg berichten eindrucksvoll über die leidvollen Konsequenzen ihrer „Raucherkarriere“.

 

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8-10 werden im Zuge des WU „no risk no fun“ Vorträge halten und Experimente zum Gefahrenkomplex Rauchen durchführen.

 

Klassen 8

 

Alkohol und illegale Drogen stehen im Vordergrund des Projektes für die Klassen 8. Die Auseinandersetzung mit ehemaligen Abhängigen einer regionalen Entziehungsstelle bietet nur eine Möglichkeit um unmittelbare Einblicke in den Teufelskreis Sucht zu erhalten.

 

Darüber hinaus hat die Zusammenarbeit mit Moderatoren des Drogendezernats der Polizei Mittelhessen zur positiven Resonanz in der Schülerschaft beigetragen.

 

Klassen 9

 

Eine Suchtpräventionsveranstaltung zu Themen wie Internet- und Handysucht und anderen stoffungebundenen Abhängigkeiten wird für die Klassen der Jahrgangsstufe 9 angeboten.

 

Die Schülerinnen und Schüler bekommen Gelegenheit, in gruppendynamischen Prozessen und in spielerischer Auseinandersetzung mit eigenen Kräften und Grenzen, Ich-Stärke und Frustrationstoleranz zu gewinnen.

 

Wahlunterricht der Klassen 8 - 9

 

Der Wahlunterricht der 8. bis 9. Klassen bietet ganzjährig die Möglichkeit über die Kenntnis profaner biologischer Aspekte der Sucht hinaus eine Stärkung der sogenannten protektiven Faktoren zu erreichen.

 

Im Rollenspiel, in Wahrnehmungs- und Vertrauensübungen

können auch älteren Schülern Handlungsstrategien bewusst werden, mit denen sie sich zum Beispiel dem Gruppendruck entziehen und deutlich „NEIN“ sagen lernen können...

 

„NEIN“, nicht nur zur angebotenen Zigarette sondern auch zum Alkohol. Neu ist ab diesem Jahr die Ausbildung der WU-Teilnehmer zu sogenannten Peers, die z.B. in den 7. und 8. Klassen Präventionseinheiten zu den Themen Rauchen und

Alkohol erarbeiten und leiten.

 

Eingangsphase E1 und E2 der Oberstufe

 

Im Rahmen des BOB-Projektes der Polizei Mittelhessen wird in der Eingangsphase der Oberstufe ebenfalls von 2010 an der verantwortungsvolle Umgang mit Alkohol im Rahmen der Verkehrssicherheit geübt.

 

Das Projekt wird von externen Fachkräften angeleitet.

 

Qualifikationsphase der Oberstufe

 

Über die Gefahren im Umgang mit Alkohol und illegalen Drogen wird in der Qualifikationsphase im Vorfeld der Studienfahrten (in der Regel in Q2) ausführlich beraten und gewarnt.

 

Die Suchtpräventionslehrerinnen sind in einem fortwährenden Prozess der Aus- und Weiterbildung durch den Schulpsychologischen Dienst des Staatlichen Schulamtes.

 

Sie stellen sich zur Beratung auf Elternabenden vor und können auch auf Wunsch der Klassenlehrer in Krisensituationen im Unterricht Hilfestellungen anbieten (z.B. Gesprächskreis zur Drogenbiologie und Suchtproblematik, Vermittlung von geeigneten Beratungsstellen).